Menü

Wetter aktuell:

Temperatur: 23.1 °C
Windgeschw.: 13 km/h
Niederschlag: 0,0 mm/h
Luftdruck: 1017,6 hPa; leicht fallend

BEFEUCHTUNG

Die Kunst Luft zu befeuchten

Was versteht man unter Luftfeuchte?
Die Luft, die uns umgibt, ist eine Mischung verschiedener Gase.
Ein wesentlicher Bestandteil der Luft ist Wasserdampf. Wichtig für das Verhältnis von Luft und Wasser ist das ständige Bestreben der Luft, bis zu ihrer Sättigung dampfförmiges Wasser aufzunehmen. Deshalb hat Luft immer einen Anteil Feuchte - egal ob in den Tropen oder in der Wüste.

Weshalb brauchen wir aktive Luftbefeuchtung?
Wenn wir im Winter heizen, erhöhen wir künstlich die Innenraumtemperatur, ohne gleichzeitig für den Ausgleich der fehlenden Feuchte zu sorgen. Die Luft wird also relativ gesehen trockener. So entstehen Gesundheitsrisiken und Gefahren für Mobiliar und andere Gegenstände. Um die relative Luftfeuchte konstant zu halten, muß also bei Temperaturerwärmung im Raum die Luft nachbefeuchtet werden.

Wie hängen Raumtemperatur und Raumluftfeuchte zusammen?
Bei unterschiedlichen Temperaturen der Raumluft können trotz gleicher vorhandener Wassermenge ganz verschiedene Werte relativer Luftfeuchte vorkommen. Hat die Luft beispielsweise bei 10° C eine relative Feuchte von 50%, fällt diese nur durch Erwärmung der Luft von 10° C auf 23° C auf 20 % relative Feuchte ab.

Was ist relative Luftfeuchte?
In der Praxis enthält die Luft immer nur einen Teil der absolut möglichen Wassermenge. Dieser Anteil wird als relative Luftfeuchte bezeichnet und in Prozent der maximal möglichen Luftfeuchte angegeben.
Ausschlaggebend für die Berechnung der relativen Luftfeuchte ist die Temperatur; Warme Luft kann weit mehr dampfförmiges Wasser aufnehmen als kalte Luft.

Woran erkennt man zu trockene Luft?
Wir fühlen es, wenn die Raumluft trocken ist:

• Wiederholter Schnupfen
• Das Gefühl einer verstopften Nase, ohne schnäuzen zu können
• Der Eindruck, etwas Dickes fließe in den Rachen
• Krustenbildung in der Nase
• Beklemmungen im Rachen
• Augenbrennen
• Trockene Haut
• Spröde Lippen

Wie hängen Außenklima und Luftfeuchte zusammen?
In der Natur steigt die Lufttemperatur nie ohne gleichzeitigen Ausgleich des Feuchteanteils. Wenn im Frühjahr die Sonne die Luft erwärmt, steigt der Feuchtegehalt: Die Feuchte im Boden verdunstet. Im Sommer trocknet die Erde stark aus, fast alle Feuchte ist in der Luft und das Klima wird schwül. Und im Winter, wenn viel Feuchte in Schnee und Eis gebunden ist, benötigt die Luft aufgrund niedriger Temperaturen wenig Wasser zur Erreichung hoher Werte relativer Feuchte. So sorgt die Natur immer für einen gesunden Feuchtegehalt.

Luftbefeuchtung ist Gesundheit
Es beginnt mit einem Kitzeln in der Nase, bald darauf werden Zunge und Rachen trocken, Durst macht sich bemerkbar. Trockene Raumluft ist zunächst nur eine ärgerliche Begleiterscheinung. Leicht kann daraus jedoch eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung werden. Denn bis zu 90% seines Lebens verbringt der moderne Mensch in geschlossenen Räumen. Und damit hat das Raumklima im Büro, Zuhause und in der Freizeit entscheidenden
Einfluss auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Verbesserung des Allgemeinbefindens und höhere Konzentrationsfähigkeit
Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 11.500 und 14.500 Liter Atemluft. Dies bedeutet bis zu 29.000 Mal Ein- und Ausatmen über Nase und Rachenraum. Da trockene Raumluft den Sauerstofftransport und die Sauerstoffaufnahme im Atmungstrakt behindert, kommt es leicht zu Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Stärkung der Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten
Austrocknungserscheinungen betreffen in erster Linie die Atemwege, also Nasen- und Rachenraum, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und die Lunge. Die Schleimhäute in den oberen Atemwegen verlieren ihre schützende Wirkung, wenn sie austrocknen. So entsteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Erkrankungen der Atemwege. Und gerade im Winter ist es keineswegs nur die Abkühlung des Körpers, die der Widerstandskraft schadet. Vielmehr ist medizinisch nachgewiesen, daß Austrocknungen infolge ungenügender Raumluftfeuchte für das gehäufte Auftreten von Erkältungskrankheiten verantwortlich sind. Allgemein gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen.

Schutz von Haut und Augen gegen Austrocknungserscheinungen
Neben den Atemwegen werden weitere Organe von zu trockener Raumluft in Mitleidenschaft gezogen. An der Haut beispielsweise tritt ein in der Medizin als „Austrocknungsekzem“ bezeichnetes Krankheitsbild auf: Die obere Hornschicht der Haut verliert Wasseranteile, wird rauh und schuppig und neigt so zu entzündlichen Rötungen.

Von Austrocknungserscheinungen ist darüber hinaus aber auch das Auge betroffen:
Austrocknungen auf der Bindehaut durch Feuchtefilmriss können zu bakteriellen Entzündungen führen. Das so genannte "trockene Auge" ist bei Fachärzten eine bekannte Erscheinung.
Verminderung der Staubbelastung. Der menschliche Körper muss täglich mit Millionen von Bakterien fertig werden - für den gesunden Organismus stellt dies kein Problem dar. Ist der Körper aber durch Austrocknung geschwächt, arbeiten die Abwehrkräfte nicht mehr vollständig. Solange die Schleimhäute nicht ihre normale Feuchte besitzen, verliert der Organismus
an Abwehrkraft. Bakterien und Viren, die normalerweise von den Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten zurückgehalten werden, wandern tiefer, können sich vermehren und breiten sich im Körper aus.